Fotos zu diesem Buch

 

Río Suchiate

Ein paar Bretter, auf

Autoreifen gebunden:

So wie der Autor

überqueren jeden Tag

Scharen von Migranten

aus Mittelamerika 

illegal den Grenzfluss

zwischen Guatemala

und Mexiko. 

 

 

 

 

 

 

Ciudad Hidalgo

Der Autor mit

Migranten am

Bahnhof. Fast

3000 Kilometer

auf Güterzügen

liegen vor ihnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ciudad Hidalgo

Hunderte haben

diesen Zug bestiegen.

Noch sind alle

voller Euphorie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Apizaco

Der Autor auf dem Zugdach,

in einen dicken Anorak gehüllt.

Im mexikanischen Hochland 

ist es deutlich kälter als im

tropischen Süden. Die Migran-ten allerdings tragen oft nicht mehr als ein T-Shirt oder Hemd.

 

 

 

 

 

 

 

 

San Luís Potosí

Im "Haus des Migranten",

einer Zufluchtstätte der "Caritas", studieren die

jungen Latinos eine Landkarte an der Wand. Jeder hat eine bestimmte Route im Auge,

um die US-Grenze heimlich

zu überqueren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

San Luís Potosí

Alle Hoffnung hängt am Tele- fon: Die Migranten nutzen

jede Gelegenheit, um Kontakt

zu halten mit Angehörigen –

und den Schleusern, die

an der US-Grenze warten.

 

 

 

 

San Luís Potosí

Wenigstens eine

Stunde ohne

Stress: Jeden

Freitag spielen

Musikanten

gratis für die

Bewohner im

"Haus des

Migranten".

 

Bocas

Warten auf die

Bahn: Der Autor 

verbringt mit

Migranten eine

Nacht am Gleis.

Sie hoffen, dass 

der nächste Zug 

an dieser Stelle

langsam fährt

oder hält – damit

sie aufspringen

können.

 

 

 

 

El Salvador

Zweigleisige

Bahnhöfe sind

bevorzugte

Wartepunkte. 

An ihnen halten 

Züge, um den

Gegenverkehr

passieren zu

lassen.

 

 

Charcas

Ein Gleisstück

wird erneuert.

Reparaturen

an der Strecke

bedeuten für

Migranten eine

Chance zum

Aufspringen –

der Zug muss langsam fahren oder stoppen.

 

 

Moctezuma

Zwei Männer in einem Auto  

observieren den Zug nach Norden. Die Eisenbahngesell-schaft hat dafür einen Sicher-heitsdienst engagiert. Die Wachleute tasten die Waggons mit den Augen ab. Wenn sie illegale Passagiere entdecken, bekommt der Lokführer über Funk die Order zu halten. Dann haben die Migranten nur noch eine Chance: Abspringen, noch ehe der Zug stoppt – und zu Fuß das Weite suchen.

 

Vanegas

Im Norden

Mexikos fährt

der Zug durch

wüstenartige

Landschaften. Wer abspringt, muss oft Tage

am Gleis entlang

laufen, ehe sich

wieder Chancen

zur Weiterfahrt

bieten.

 

 

 

 

 

 

 

Saltillo

Im "Haus des

Migranten" feiert

ein Priester am

Sonntag mit den

jungen Leuten

die Messe.

 

 

Saltillo

Die Migranten

gehen mit dem

Priester den

Kreuzweg – eine

Prozession, die

ihr eigenes Leid

symbolisiert.

Sie führt über

die Schienen, die

für sie die Welt

bedeuten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Saltillo

Ein stilles Gebet vor dem

Aufbruch. Nur im "Haus des

Migranten" sind die jungen

Leute sicher. Draußen

können sie, weil sie kein

Visum haben, jederzeit

festgenommen werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

Saltillo

Jesus ist 

einer von uns:

Wandgemälde

im "Haus des

Migranten".  

 

 

 

Nuevo Laredo

Der Grenzfluss

Río Grande. Im Schutz der Nacht schwimmen viele Migranten illegal ans andere Ufer – in die USA, das Land ihrer Träume.

Tapachula

Sammellager

der mexikani-schen Migra- tionsbehörde.

An der Wand ein

Willkommens-gruß. Doch wer wegen illegaler Einreise festge- nommen wurde, muss mit seiner Abschiebung rechnen.

 

 

 

 

 

 

Tapachula

Ein Wachmann

mit der neuesten

Liste. Hinter den

Gittern warten festgesetzte Migranten auf ihr Schicksal. 

 

 

 

 

 

 

 

Tapachula

Zerschlagene

Hoffnung und

trotzdem ein Lächeln: Migranten in Abschiebehaft.

 

Tapachula

Fertig machen

zum Transport:

Der Bus wartet

schon, um

Abgeschobene

nach Guatemala

zu bringen. Dort

versuchen fast

alle sofort wie- der, irgendwie

über die Grenze

zu kommen.

 

 

 

Tapachula

Olga Sánchez

behandelt einen

verletzten Fuß.

Sie hat ein Heim

für Opfer des

"Todeszugs"

gegründet:

Migranten, die

auf der Fahrt

verunglückten. 

 

 

Tapachula

María Magdalena

Delgado aus

El Salvador. Sie

geriet beim Auf- springen unter den Zug. So verlor sie beide Beine. Mit ihren Prothesen will sie ein neues Leben beginnen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tapachula

Miguel Angel Macías aus

El Salvador. Beim Abspringen

vom Zug kam ein Bein unter

die Räder – so verlor er

seinen rechten Fuß.

 

 

 

 

 

 

 

 

Tapachula

Ena Alicia Flores aus Honduras.

Verlassen von ihrem Mann, wollte sie in den USA für ihre vier Kinder arbeiten. Beim

Aufspringen auf den Zug

fehlte ihr die nötige Kraft – so verlor sie den rechten Fuß und das linke Bein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tapachula

Carlos Juan Dubón aus

Honduras. Räuber stießen

ihn vom Dach des fahrenden

Zuges, weil sie von ihm

kein Geld bekamen.

 

 

Tapachula

Der Autor mit

Krüppeln aus dem Heim von Olga Sánchez.
In einem Hilfs-projekt lernen sie, trotz ihrer

Behinderung

neue berufliche 

Fähigkeiten zu

entwickeln.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tapachula

César Cáceres arbeitet mit

seinen Krücken auf dem Bau.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tapachula

Wilson Sevilla hantiert

einarmig an Stahl.

 

 

 

 

 

Tapachula

Guillermo Benítez fehlt ein Arm, Walter Alvarez ein Bein – trotzdem hat ihr Leben durch die Arbeit wieder Sinn bekommen.