Fotos zu diesem Buch

Maalula, Syrien
Maria blickt auf

Ruinen: Die Statue

der Gottesmutter

überragt den

berühmten

Wallfahrtsort.

Monatelang

tobten in der

12 000-Einwohner-

Stadt blutige

Kämpfe zwischen

Rebellen und

Regierungstruppen.

Wadi Natrun, Ägypten

Pater Bejimi im
Kloster St. Pischoi.

Das asketische Leben
in der Wüste erlebt bei

den koptischen Chris-ten eine Renaissance.

Doch zwischen den

Mönchen und den 

muslimischen Nachbarn 

kommt es häufig zu

Spannungen.

Mergil, Irak

Kurdische peshmerga halten Wache im syrisch-orthodoxen Kloster Mar Mattai. Die Front ist nur einen Kilometer entfernt:

das Gebiet des

"Islamischen Staats".

Als die Dschihadisten bedrohlich nahe rückten, brachten die Mönche alle alten Handschriften an einen sicheren Ort. Heute leben sie "Auge in Auge" mit dem Feind.

 

Baalbek, Libanon
Banine Kataya, Tochter eines schiitischen Scheichs, konvertierte zum Christentum. Ihr Vater sperrte sie deswegen mehr als

zwei Jahre zu Hause

ein. Er brachte sie zu magischen Heilern, weil er sie für verhext hielt. Dann wollte er sie mit

einem Verwandten 

verheiraten. Als die Tochter von zu Hause floh, wurde der Priester, der sie getauft hatte, entführt und gefoltert. 

Trotzdem ließ sich die junge Frau nicht brechen.

 

Diyarbakir, Türkei
Nach fast 100 Jahren

Verfall wurde die

armenische Kathedrale

Surp Giragos 2012 neu

eingeweiht. Doch schon

drei Jahre später

tobten an ihr Kämpfe

zwischen Kurden und

türkischen Sicherheits-

kräften. 2016 wurde
das Areal verstaatlicht.

Bar'am, Israel

Geköpfte Marienstatue

auf einem christlichen

Friedhof. Grabschän-dungen und Brand-anschläge gehen

auf das Konto

radikaler jüdischer

Siedler. An Kirchen-

und Klostermauern

sprühen sie Hassparolen

wie "Götzenbilder

müssen ausgerottet

werden!" und "Christen,

geht zur Hölle!"

Alexandria, Ägypten

Anästhesist Nader

Roshdy im Hospital

St. Markus. In dem

Krankenhaus, das der

Koptischen Kirche

gehört, lassen sich

sogar islamistische

Gotteskrieger

behandeln. "Für uns",

sagen die Ärzte, "sind

sie alle nichts anderes

als Patienten."

Tel Tal, Syrien

Eine von IS-Kämpfern zerstörte Kirche. 2015 fielen sie ins Khaburtal

ein, wo christliche Assyrer in 37 Dörfern lebten. Erst durch den Einsatz alliierter Flug-

zeuge und kurdischer "Volksverteidigungs-

einheiten" wurden die Gotteskrieger wieder vertrieben. Aber die meisten Dörfer sind heute verlassen - viele Bewohner flüchteten

in den Westen. 

Kirkuk, Irak
Der Fotograf Emad Matti pendelt als Vermittler zwischen den Fronten. Mit seiner Hilfe wurden schon mehr als 70 Christen aus der

Geiselhaft des ​​

"Islamischen Staats"

befreit. Die Lösegelder kommen meist von christlichen Bischöfen.

Turabdin, Türkei
Pater Aho ist der letzte Mönch, der noch im Kloster des heiligen Jakob von Qarno lebt. Der Turabdin ("Berg der Gottes-knechte") ist eine alte christliche Kulturland-

schaft. Die Zahl der Christen aber ist von einst 500 000 auf ganze 2 500 gesunken. 

Baalbek, Libanon

Die Khalil-Moutran-Schule, die von einem Nonnenorden geführt wird, ist für Christen wie auch Muslime die beste der Stadt. Weil der Freitag als Schultag eingeführt wurde, leistete die Schiiten-Partei Hisbollah heftigen Widerstand.

Minya, Ägypten

Der koptische Pater

Victor in der ausge-

brannten Moseskirche.

Muslimische Massen,

aus Moscheen heraus

per Lautsprecher

aufgehetzt, zündeten

sie an. Der angebliche 

"Arabische Frühling"

löste die seit Jahren 

schlimmsten Pogrome

gegen Christen aus.

Chilic, Irak

Die Ärztin Mashad

Ismail prüft den Blut-druck. Die Hilfsorgani-sation CAPNI schickt

eine "mobile Klinik" in

Dörfer mit assyrischen

Christen. 112 000 sind

vor dem IS aus Mossul

und der Niniveh-Ebene

nach Kurdistan

geflüchtet.

Damaskus, Syrien 

Kinder drängen sich um den syrisch-orthodoxen Bischof Mauris Amsih. Er hat sich bewusst auf die Altarstufen gesetzt, damit er nicht so groß wirkt. In den wöchent-

lichen Gottesdienst dringt häufig der Hall von Schüssen und Bombenexplosionen.  

Nazareth, Israel

Fouad Twal, Lateini-

scher Patriarch von

Jerusalem, mit

demonstrierenden

Schülern. Den christ-

lichen Lehrinstituten

wurden jahrelang die

staatlichen Zuschüsse

gekürzt - bis Tausende

auf die Straße gingen. 

Ankawa, Irak

"Blutende Glocken" –

so stellt eine assyrische

Malerin im Exil das

Drama der Verfolgung

dar. Ankawa, eine

Vorstadt der kurdischen 

Kapitale Erbil, ist die

letzte rein christliche

Stadt im Nahen Osten.

Routan, Syrien

Junge Assyrerinnen beim Schießtraining.
Für die christliche Miliz Sutoro, die gegen den IS kämpft, melden sich auch Frauen. Im Nordosten Syriens wollen die Assyrer mit den Kurden ein neues, föderales Staats-

gebilde aufbauen.

Antakya, Türkei

Schwester Barbara

Kallasch beim Abend-gebet. Die deutsche

Franziskanerin lebt seit mehr als 40 Jahren in der Stadt, die einst

Antiochia hieß. Sie 
baute zwischen Kirchen

und Moscheen ein

"Friedenshaus". Dort

treffen sich Menschen vieler Religionen.

Beirut, Libanon

Der Autor im Gespräch mit Schiiten-Führer Sayed Ali Fadlallah.

Sharafiya, Irak

Der Autor mit christlichen Assyrern,

die in den Reihen der kurdischen peshmerga kämpfen.