Fotos zu diesem Buch

 

Lobbia Alta

Nach 100 Jahren ist die Leiche  eines Gefallenen aus dem Adamello-Gletscher auf-getaucht. Ein Carabinieri bringt sie in einem Plastiksack weg.

 

Pasubio

"Menschen-mühle" tauften die Soldaten den Berg östlich von Rovereto. Vor dem Beinhaus am Passo Pian delle Fugazze stehen alte Geschütze im Schnee.

 

 

Monte Piana

Auf dem Hoch-plateau mit Blick zu den Drei Zinnen lagen sich die Kriegsfeinde

gegenüber. Heute ist das Gebiet ein Frei-lichtmuseum.

Marmolata

Blick vom Padon- kamm auf den Gletscher. In

40 Meter Tiefe legten die Öster-reicher ein acht Kilometer langes Stollennetz an. Die "Stadt im Eis" hatte Küche, Kantine, Telefon.

Cresta Croce

Bergsteiger po-sieren auf einer alten Kanone. Der Adamello-Gletscher lag damals gut 100 Meter höher - so ließ sich das Geschütz auf 3276 Meter schaffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Bondo

Der Franziskaner Fabian Barcata, ein Feldkurat der Österreicher, erdachte in Judikarien einen ungewöhn-lichen Soldatenfriedhof. Er ist mit Skulpturen geziert, die das Sterben ästhetisie-ren. Heute pflegen Italiener die Gräber der einstigen Feinde - ein Symbol der Versöhnung.

 

 

Col di Lana

Eine Narbe am Berg mit Denkmal und Kapelle: Durch Minen sprengten die Italiener den Gipfel weg - und so den Feind in die Luft.

 

Rovereto

Eine 3,36 Meter hohe Glocke läutet abends zum Gedenken an die Gefalle-nen. Sie wurde 1965 von der alten Burg auf den Hügel Miravalle verlegt.

  

Valparolapass

Forte Tre Sassi, einst eine Fes-tung der Öster-reicher, ist jetzt Kriegsmuseum. Männer in alten Uniformen inszenieren

die Kämpfe von

damals nach.

 

 

Monte Cristallo

Kletterer hangeln sich über Steige, die einst Militärs bauen ließen. So wurden Soldaten in den Dolomiten zu Wegbereitern

des heutigen

Tourismus.

 

 

 

 

 

 

 

 

Buchenstein

"Beppo Rossi" in seinem

mit Funden vollgestopften

Speicher. Der Waffensammler versteckt das Gesicht hinter einer Gasmaske und will seinen wahren Namen nicht genannt wissen - die jahrelange Suche nach Relikten des Krieges verlief etwas außerhalb der Legalität.

Conca di Presena

Unter dem Eis liegen Tote. Im Sommer wird der Gletscher zuge-deckt, um das Abtauen zu bremsen. Im Winter flitzen Skifahrer über die Leichen.

 

 

 

Rovereto

Eine Büste von Fabio Filzi

ziert das Kriegsmuseum.

Er kämpfte als Freiwilliger

für Italien, wurde von den Österreichern gefangen genommen und wegen

Hochverrats hingerichtet. Seither gilt er, wie alle "Märtyrer", als Nationalheld. Die Italiener feiern den Grande Guerra offiziell bis heute als große patriotische Tat. Die meisten Monumen-te und Gedenkstätten wurden in der Zeit des Faschismus errichtet.

 

 

 

Monte Zebio

Der Forscher Paolo Pozzato an einer alten Stellung im Fels. Er hat mehr als 45 Bücher über den Alpenkrieg geschrieben.

Cevedale

Drei riesige
Kanonen der Österreicher. Tausende Helfer mussten sie einst ins Hoch-gebirge schaf-fen. Die Ge-schütze sind  schlicht zu schwer für den Abtransport.

Fotos: © Udo Bernhart

www.udobernhart.de