Fotos zu diesem Buch

 

 

 

 

 

Apan

(Hidalgo)

José Olivera aus

dem Dorf San Juan

Estimalco ist einer

der letzten Pulque-

Produzenten. Einst

lebte die ganze

Region vom Verkauf des

mexikanischen

Nationalgetränks.

 

Nanacamilpa

(Tlaxcala)

Der Autor mit

Rodolfo del Razo

(Mitte) und zwei

Söhnen auf

Agavenfeldern. 

Ihr Familienbetrieb

machte Pulque

wieder salonfähig -

bei Mexikanern

in den USA.

 

Izamal

(Yucatán)

Der Franziskaner-

Konvent wurde im

16. Jahrhundert 

auf Trümmern

einer Maya-

Pyramide gebaut –

Demonstration 

der Macht des

Christentums über

die alten Götter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bernal

(Querétaro)

Wie ein Mounment

überragt die peña, ein

350 Meter hoher Fels,

den Ort. Jedes Frühjahr

wird auf ihm das

Fest der Tag- und

Nachtgleiche

gefeiert.



 

Bernal

(Querétaro)

Fernando Landín,

Experte für okkulte

Wissenschaften,

bündelt die

Strahlen der

aufgehenden

Sonne mit einer

Glaskugel, in der

ein Quarzkristall

liegt. So entzündet

er aus Holzspänen

ein Feuer.

 

 

 

 

Bernal

(Querétaro)

David Mázatl, ein

traditioneller

Heiler, begrüßt

die Sonne mit

erhobenen Armen.

Concheros wie

er sind davon

überzeugt, in

diesem Moment

kosmische Energie

zu empfangen.

Chalma

(Estado de México)

T-Shirts, Hemden

und Socken sind

auf Baumästen

aufgehängt. Pilger

haben sie als

Erinnerung an

ihren langen

Fußmarsch zu

dem Wallfahrtsort

zurückgelassen.

 

 

 

 

 

Chalma

(Estado de México)

Pater Gregorio

Ibarra segnet

die Pilger. "Die

einfachsten Leute",

sagt er, "haben

den tiefsten

Glauben."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Real de Catorce

(San Luís Potosí)

Schon im Kindergarten ein

kleiner Zapata – so manifestiert

sich in dem einstigen

Silberort der Nationalstolz

am Tag der Revolution.

 

 

 

 

 

 

 

Tequila

(Jalisco)

Singen, Tanzen

und Tequila,

Lebenslust – es

gehört alles

irgendwie

zusammen.

Das Gemälde von 

Vicente Morales

hängt im

Museum der

Schnapsbrennerei

Sauza. Es zeigt

mexikanische

Lebenslust - und

den Aufstieg des

Tequila zum

Kultgetränk.

 

 

 

 

Atemanica

(Jalisco)

Alfredo Ríos ist ein illegaler

Tequila-Produzent, weil er keine

Steuern zahlt und sich nicht

den offiziellen Normen

unterwirft. Aber er ist ein

Stück Kulturgeschichte, und

sein uralter Betrieb in dem

entlegenen Bergdorf macht

keinem großen Unternehmen

Konkurrenz. So darf er weiter

so brennen, wie es seine

Vorväter taten.

Tequila

(Jalisco)

Manuel Hernández,

Arbeiter in der

Tequila-Brennerei

Cuervo, malt

mexikanische

Mythen – zum

Beispiel die Göttin

Mayahuel, die eine

Agave der Sonne

entgegenstreckt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Real del Monte

(Hidalgo)

Ein Mädchen sitzt auf einem

Monument, das an die Glanzzeit 

als Silberort erinnert. Englische

Bergarbeiter trugen hier um 1830 

das erste Fußballspiel auf

lateinamerikanischem

Boden aus.

Tihosuco

(Quintana Roo)

Hinrichtung von

Maya-Rebellen.

Ein Museum

dokumentiert

den Kastenkrieg

im 19. Jahrhun-

dert. Ein "Spre-

chendes Kreuz"

elektrisierte die

Aufständischen.

Es hat noch heute

seine Anhänger.

Culiacán

(Sinaloa)

Jesús Malverde

gilt als edler

Bandit. Er soll

Reiche ausgeraubt

und die Beute an

Arme verteilt

haben. Jeden Tag

pilgern Menschen

zu seinem Schrein.

 

 

 

 

 

 

Culiacán

(Sinaloa)

Die kleine

Bianca Fernández

streichelt eine

Büste von

Jesús Malverde".

Sie nennt den

"edlen Banditen"

ihren "Papa".



 

Tapextla

(Oaxaca)

Schwarzhäutige

Afro-Mexikaner 

veranstalten am

Karfreitag einen

Kreuzweg. Sie sind

Nachfahren von

Sklaven, die in

der Kolonialzeit 

auf den amerikanischen

Kontinent gebracht

wurden.

 

 

 

 

Tapextla

(Oaxaca)

Comboni-Missionar

Dávid Enríquez,

der sieben Jahre

in Afrika war,

bringt den Negros

das Trommeln bei.

Er sagt: "Ich will

ihnen ein Stück

ihrer Kultur

zurückgeben."

 

 

 

 

 

 

 

Capulalpam

(Oaxaca)

Eloisa Martínez bei einer

limpia, die den Körper von

bösen Einflüssen reinigen

soll. Im Zentrum für

traditionelle Medizin 

arbeiten Heilerinnen

nach alten Ritualen

und mit dem Wissen

ihrer Vorfahren.

Tlalpujahua

(Michoacán)

Gustavo Bernal

lässt mit seinen

Wandgemälden 

die Zeiten wieder-

auferstehen, als

"Dos Estrellas" die

größte Silbermine

der Welt war. Er

hat das Gelände

in ein Museum

verwandelt und

träumt von einem

Kulturzentrum.

 

  

Coatepec

(Veracruz)

Cuauhtémoc Apan

hat alte Maschinen

gesammelt und

ein Kaffee-Museum

eröffnet.

"Die meisten

Mexikaner",

sagt er, "haben

leider keine Ahnung von

gutem Kaffee."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Espinazo

(Nuevo León)

Kerzenlichter mit dem Bild des

Niño Fidencio. Als Wunderheiler,

der sich wie Jesus gebärdete,

erregte er im 20. Jahrhundert

großes Aufsehen. Heute ist sein

Wohnhaus, in dem er auch

begraben wurde, ein Wallfahrtsort

für Arme und Kranke.

 

 

Espinazo

(Nuevo León)

Juanita Zamora

hat sich in Trance

versetzt. Nun kann

sie als Medium des

Niño Fidencio 

dessen Heilkräfte

wirken lassen.

Jeden Sonntag

nach  der Messe

stehen Menschen

dafür Schlange.

 

 

 

 

 

Xilitla

(San Luís Potosí)

Der Millionär Edward James

ließ mitten im Urwald

surrealistische Kunstwerke

errichten. Ein ungewöhnlicher

Kälteeinbruch hatte die Orchideen-

Sammlung des Engländers 

zerstört. "Dann baue ich mir

eben meine Pflanzen aus

Beton", sagte der Kunstmäzen.

"Nie wieder sollen sie durch

die Witterung sterben."

Catemaco

(Veracruz)

Enrique Marthén

(links) will seine

Schwester

Berenice, die
Panikanfälle

hat, mit zwei

weiteren brujos

von bösem
Einfluss befreien.

Die Heiler sehen

sich als Hüter der

Olmeken-Tradition.

 

San Andrés Cohamiata

(Jalisco)

Reste von Opfer-

tieren auf einer

Leine. Die

Huicholen

sind mit ihren

Ritualen Mexikos

faszinierendstes

Indianervolk.

Ceballos

(Durango)

Im Biosphären-

reservat Mapimi 

liegt die "Zone

des Schweigens",

ein einsames,

von Legenden

umranktes

Wüstengebiet.





 

 

 

 

 

 

 

San Pablito

(Puebla)

Amateros stellen Papier aus

dem inneren Bast von Baumrinde

her – eine Tradition der

mexikanischen Ureinwohner.

Das Material wird eingeweicht,

gekocht, gewässert, gitterförmig

auf ein Holzbrett gelegt und zu

Filzlappen flachgeklopft. Azteken

und Maya benutzten dieses amate,

um ihre Faltbücher zu schreiben. 

 

 

 

Mexcaltitán

(Nayarit)

Das Fischerdorf

liegt auf einer

kreisrunden Insel

in einem Labyrinth

von Wasserläufen

nahe der

Pazifikküste. 

 

 

Angangueo

(Michoacán)

Jeden Herbst kommen

riesige Schwärme von Monarch-

Schmetterlingen aus Nordamerika,

um in wärmeren Graden zu

überwintern. Auf den

Ästen eines einzigen Baumes

lassen sich Tausende der

orangefarbenen Tiere nieder.

Einheimische Bauern führen

Touristen zu den schönsten 

Stellen. Um die Schmetterlinge

nicht zu stören, muss ein

Mindestabstand von 20 Metern

eingehalten werden.

 

 

 

 

 

 

Mexiko-Stadt

(Distrito Federal)

Im berüchtigten Stadtteil

Tepito finden Rituale zu Ehren

der Santa Muerte statt. Der

"Heilige Tod", der in Mexiko

eine weibliche Gestalt hat,

wird in phantasievollen

Varianten dargestellt. Bis vor

15 Jahren wurde der Kult nur

heimlich an Hausaltären betrieben.

Mittlerweile gibt es Feiern in aller

Öffentlichkeit – Tausende von

Pilgern bitten um Gesundheit,

Geld und Glück in der Liebe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mexiko-Stadt

(Distrito Federal)

Ein Pilger ist mit nacktem

Oberkörper zum Schrein seiner

Schutzpatronin gekommen.

Er hat sich die Santa Muerte auf

die Brust tätowieren lassen.