Gästebuch

 

Dieses Buch dürfen meine Gäste gestalten. Ich freue mich über jeden Eintrag. Und verspreche, keinerlei Eingriffe vorzunehmen - sofern der Inhalt nicht gegen Sitte und Anstand verstößt.

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  • Jochen Bender (Montag, 01. August 2016 17:40)

    Mit Feuer und Schwert
    Hans – Joachim Löwer

    Der Autor „läuft“ im Herbst 2015 drei Monate durch sechs Länder des Nahem Ostens.
    Er macht das nicht zum ersten Mal. Welch ein beschwerlicher und nicht ungefährlicher „Weg“ um dieses Buch schreiben zu können.

    Er spricht mit Einheimischen und nicht mit Journalisten, Politikern, nicht mit den Redegewandten, sondern mit Menschen vor Ort, die unverstellt berichten.

    Über deren Meinungen, Einstellungen berichtet der Autor, nicht aber über seine eigene.
    Er stellt also die Menschen vor Ort in den Mittelpunkt.

    Alles das, macht das Buch so authentisch, so glaubwürdig.

    Wie in allen seinen Büchern schreibt der Autor bildhaft; kognitiv und emotional gut verständlich für den Leser.

    Der Autor ist mutig: Er schreibt zu Fakten, die nicht jedem gefallen mögen. Er schreibt über Israel. Manche Information, die wir in deutschen Medien nicht erhalten.

    Als Leser ist man entsetzt über dieses ewige, schreckliche Provozieren der verschiedenen Volksgruppen und Religionen gegeneinander. Was kann ich tun um den anderen zu terrorisieren. Sie können
    einfach nicht in Frieden leben.

    Die Zugehörigkeit, so erfährt man, zur ethnischen oder religiösen Gruppe erscheint den Menschen wichtiger zu sein als zur Nation. Wer ist dann aber der Ansprechpartner für den Westen im Nahen
    Osten?

    Christen werden aus dem Geburtsort Christi mit grober Gewalt vertrieben.
    Wo ist der Aufschrei unserer Kirchen in Europa?

    Die Christen mit ihrem unglaublichen Durchhalten, was nur mit tiefster Gläubigkeit
    zu begreifen ist. Millionen Christen werden erniedrigt, vertrieben und getötet.

    Mit der Vertreibung und Tötung der Christen, verliert der Nahe Osten seine gebildete Bürgerschicht, was die Entwicklung dieser Länder weiter behindern wird.

    Hoch interessant zu lesen, dass selbst in Israel die christlichen Schulen die besten sind und von Juden bevorzugt werden.

    Da sagt ein Mensch in Syrien: Ich kann mein Dorf nicht verlassen, obwohl hier mein Leben sehr gefährdet ist. Das Dorf würde aussterben wenn wir flüchten.
    Diese grimmige Entschlossenheit durchzuhalten, trifft auf grenzenlosen Hass zur Vernichtung.

    Iskander Toss. Christ und Friseur in Öberägypten. Er frisiert und rasiert seine muslimischen Nachbarn. Es entstehen Freundschaften. Als aber die Muslimbrüder an die Macht kamen, haben ihn seine
    muslimischen Kunden verprügelt, auf fürchterliche Art und Weise getötet.

    Unvorstellbar wozu Menschen in der Lage sind. Heute bist du mein netter Nachbar oder Friseur, morgen bringe ich dich um. Warum? Weil sich die Umstände im Land geändert haben. Das ist alles.

    Immer wieder liest man von den selbsternannten Gotteskriegern.
    Gotteskrieger? Ja Gotteskrieger, denen nichts mehr heilig ist.

    Es überrascht uns Europäer, dass viele Christen lieber unter dem Diktator Assad leben, aber dafür als Christen in Ruhe überleben zu können, als im Bürgerkrieg elend zu leiden mit der Aussicht, dass
    islamistische Gruppen, wenn sie an die Macht gelangen sollten, den verbliebenen Christen das Leben zur Hölle machen.

    Wir müssen das im Westen verstehen lernen: Es erscheint uns einen Waffengang wert einen Diktator zu beseitigen. Aber wir beschäftigen uns kaum mit den Folgen.

    Immer wieder im Buch stellt man sich die Frage, welche Bedeutung das alles für Deutschland hat, angesichts der Migration von einer Million Menschen aus dem Nahen Osten.

    Ein Syrer sagt dem Autor: Ihr Deutschen mir euerer Willkommenskultur entvölkert unser Land: Hier in unserer Region ist seit vielen Jahren kein Schuss gefallen. Mit dem Bus zum Flughafen und ab nach
    Deutschland. Ihr macht es den Leuten zu einfach.
    Welch eine schockierende Aussage für uns in Deutschland.

    Da ist ein Kurde, der zurück will zu seinen Wurzeln. Sein Opa hatte sich abgefunden mit dem Verlust seiner Heimat, sein Vater kam damit gut zu Recht. Es ist sie dritte Generation, die zurück zu den
    Wurzeln will. Was bedeutet das für die dritte Generation türkischer Einwanderer in Deutschland fragt sich der Leser?

    Wir lesen: Der bedrohte Staat Israel erschwert das Leben der Palästinenser massiv, nicht nur durch Besetzung, sondern auch auf subtilere Art und Weise. Tag für Tag. Die Palästinenser werden immer
    wieder neu beleidigt und erniedrigt. Was ist das für eine Politik? Wie lange wird das – aus Sicht Israels – „erfolgreich“ sein? Nicht zu vergessen auch die Gewalt, die durch Palästinenser ausgeübt
    wird. Wird es jemals Frieden geben können wenn der Krieg zum Normalfall wird?

    Fazit; ein besonders wertvolles Buch. Wenn man intensiver verstehen und tiefer fühlen möchte, was den Menschen im Nahen Osten angetan wird. Die Sunniten den Shiiten, die Kurden, Assyrer, Jessiden den
    anderen Gruppen. Dann sollte man dieses Buch lesen.

    Sollten sich der Westen und die Russen „ganz raushalten?“ Und was dann?

    Man versteht die Nachrichten im Fernsehen und in den Tageszeitungen mit ihren Berichten zum Nahen Osten besser. Der Autor ist ehrlicher und mutiger, als wir es in unseren Medien gewohnt sind.

    Im Buch finden sich zahlreiche Fotos, die berühren.

    Jochen Bender
    Kronberg im Taunus

  • Attila Güllü (Donnerstag, 22. November 2012 11:19)

    There he was; walking alone with a respectable rucksack towards ancient Heraklia, in the absolutely magical land of Latmos, in Turkey. I gave him a ride and a wonedrful friendhip has started... A man
    of dreams; with a steel stamina, excellent planning, and resourcefulness, his foot is deep into this earth to make them real.